Unsere außergewöhnliche Bildungsreise entführt Dich in die faszinierende Geschichte des Festungsbaus der letzten 350 Jahre in der deutsch-französischen Region am Oberrhein (Elsass, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz).

Erlebe historische Schlösser und Burgen, Festungsstädte des Deutschen Bundes, Vaubans Meisterwerk – die befestigte Idealstadt Neuf-Brisach, Strasburgs Festungsgürtel, die Maginot-Linie und den Westwall sowie Atombunker des Kalten Krieges.

Bildungsschwerpunkte: Militärarchitekturen und Europäische Geschichte

Hintergrund: Das Oberrheingebiet gehört zu den am häufigsten umkämpften Regionen Europas und entsprechend hoch ist die Zahl der hinterlassenen Befestigungsbauten. Die Einführung der Feuerwaffen verursachte einen enormen Innovationsschub in der Befestigungsarchitektur und führte zu völlig neuen Festungselementen für mittelalterliche Burgen, Schlösser und Städte. Mächtige Festungen und Festungssysteme sowie territoriale Verteidigungslinien entstanden und wurden stetig verstärkt und ausgebaut. Das 20. Jahrhundert brachte Stahlbeton und mit ihm Bunkeranlagen, gigantische Verteidigungslinien sowie die Atombunker des Kalten Krieges. Heute sind Befestigungsanlagen ein beeindruckendes Zeugnis mitteleuropäischer Kulturgeschichte, das sich zu modernen Erlebnisorten wandelt. Die spannenden Architekturen bilden heute eindrucksvolle Kulissen für Kunst, Kultur, Events, Festivals, Museen und Ausstellungen. Es sind Monumente voller Leben.

Reisedatum: 24.10-28.10.2022

Tag 1 – Burgen und Schlösser im Wandel

Hardenburg (DE) – Reichsburg Trifels (DE) – Burg Fleckenstein (FR)

Wir starten mit dem Bus vom Hotel nach Bad Dürkheim. Über der Stadt liegt die Hardenburg, eine der einst mächtigsten Burgen der Pfalz. Die Anlage gilt als Musterbeispiel einer befestigten Burg, einer Burg, die zur Festung ausgebaut wurde. Während der exklusiven Führung lernen wir die mächtigen Mauern und Bollwerke, Geschütztürme, Tore, Wehrgänge und Katakomben kennen.

Der 2. Stopp des Tages führt uns auf die Reichsburg Trifels. Hoch über dem Pfälzerwald ist hier bedeutungsvolle Geschichte von Befestigungsarchitekturen umrahmt.

Zum Abschluss besuchen wir das Château Fort de Fleckenstein im französischen Elsass und erfahren mehr über die architektonischen Besonderheiten der Anlage und die Geschichte der Familie Fleckenstein.

Übernachtung in Karlsruhe

Tag 2 – Neuzeitlicher Festungsbau in Reinform

Festungsstadt Germersheim (DE) – Bundesfestung Rastatt (DE) – Festung Breisach (DE) - Ideale Festungsstadt Neuf-Brisach (FR)

Unser Tag startet nach kurzer Fahrt in der Festungsstadt Germersheim am Rhein. Die imposanten Festungsanlagen zählen zu den am besten erhaltenen in Deutschland. Hier lernen wir während einer exklusiven historischen Stadtführung die Strategie des Deutschen Bundes zur Befestigung der Rheinlinie gegen Frankreich kennen.

Nach einer Stippvisite im Wehrgeschichtlichen Museum im nahegelegenen Rastatt (ehem. Festung des Deutschen Bundes) fahren wir den Rhein entlang nach Süden bis nach Breisach (DE) und Neuf Brisach (FR). In Breisach erfahren wir, wie es zur Schleifung der einst riesigen Festung kam und warum eine Ideale Festungsstadt quasi gegenüber entstand. In Neuf-Brisach lassen wir uns schließlich von Festungsbaumeister Vauban höchstpersönlich durch sein Meisterwerk der neuzeitlichen Festungsbaukunst führen.

Übernachtung in Karlsruhe

Tag 3 – Preußische Festungsbaukunst in Elsass-Lothringen

Fort Frere (Strasburg, FR) – Feste Kaiser Wilhelm II (Mutzig, FR) – La Fontenelle (FR)

Die Hauptstadt Europas hat neben der politischen auch eine lange Festungsgeschichte. Hiervon zeugen heute Teile der historischen Stadtbefestigung. Im Außenfort Frere erfahren wir, wie wegen der neuen Brisanzgranaten die Festungsbauarchitektur erneut vor einem einschneidenden Wandel stand.

Im Übergang zum 20. Jh. gehörte Elsass-Lothringen zum deutschen Kaiserreich. Der Festungsbau begann sich mehr und mehr unterirdisch zu etablieren. Bei Mutzig ließ Kaiser Wilhelm II ab 1893 die gleichnamige Feste zur Sicherung der neuen Grenzen errichten. Mit einer Gesamtfläche von 254 ha und modernster Ausstattung zählte sie zu den größten und stärksten Festungsanlagen Europas jener Zeit.

Abschließend besuchen wir die Kriegsgräberstätte La Fontenelle, die den Opfern des Ersten Weltkriegs gewidmet ist und Informationen zu den Kampfhandlungen vom 8./9. Juli 1915 vermittelt.

Übernachtung in Karlsruhe

Tag 4 – Maginot Linie und Westwall - Gigantomanie im Festungsbau des 20. Jahrhunderts

Fort Schoenenbourg (FR) – Westwallbunker Pirmasens (DE)

Mit der Einführung des Stahlbetons zu Beginn des 20. Jh. änderte sich der Festungsbau erneut fundamental. In Frankreich entstand aufgrund der Erfahrungen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 sowie des Ersten Weltkrieges die Idee einer Befestigungslinie vom Atlantik bis zum Mittelmeer. Zwischen 1930 und 1940 entstand die bis dahin modernste Verteidigungslinie Europas - die Maginot Linie. Das Artillerie-Fort Schoenenbourg zählt zu den großen Festungen innerhalb der Maginot Linie und beeindruckt mit vielen technischen Details.

Der 630 km lange Westwall entstand ab 1938 auf der deutschen Gegenseite. Der Primärzweck war, die westlichen Demokratien, propagandistisch und praktisch davon abzuhalten die hitlerschen Angriffskriege nach Osten zu beeinflussen. Wir erfahren mehr über die Enteignung und teilweise Zwangsvertreibung der Bewohner des Grenzstreifens, der Militarisierung breiter Bevölkerungsschichten bis hin zur Errichtung des Sonderlagers Hinzert für nicht "Kooperative Westwall Arbeiter".

Übernachtung in Karlsruhe

Tag 5 – Atomschutzbunker – Überleben für den Gegenschlag?

Area 1 (DE) – Bundesbank-Bunker Cochem (DE) – Festung Ehrenbreitstein (Koblenz, DE)

Heutzutage gibt es theoretisch kein Gebäude mehr, dass den modernen Waffensystemen entgegenstehen kann. Zu Zeiten des Kalten Krieges des 20.Jh. glaubte man noch an die temporäre Widerstandskraft von Atombunkern.

Wir besuchen zunächst das ehemalige NATO-Sonderwaffenlager „area 1“ und anschließend den Bundesbank-Bunker Cochem. Letzterer war eins der bestgehüteten Geheimnisse der Bundesrepublik und beschützte eine geheime Notstandswährung in Höhe von 15 Milliarden DM.

Den Abschluss unserer Bildungsreise bildet die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Hier zeigt sich historischer Festungsbau noch einmal von seiner attraktivsten Seite, malerisch gelegen, oberhalb des Deutschen Ecks am Zusammenfluss von Mosel und Rhein.

- 4x Hotelübernachtungen / Frühstück im Mittelklassehotel in Karlsruhe
- Transfer an allen Bildungsreisetagen
- Eintritte in die Ausstellungen bzw. Museen laut Programmbeschreibung
- dt.sprachige Reiseleitung von Beginn bis Ende der Reise

Preis: 999,- EUR pro Person im Zweibettzimmer (EZ-Zuschlag = 150 EUR).

Allgemein:
Die Mindestteilnehmerzahl der Reise beträgt 6 Personen. Als maximale Personenzahl werden höchstens 14 Personen zugelassen. Für das geplante und organisierte Programm kann keine (!) Garantie übernommen werden. Sofern einzelne Besichtigungspunkte ausfallen sollten, wird ein Ersatzprogramm angeboten. Je nach Tagesprogramm ist mit Gehzeiten von bis zu 2-4 Stunden zu rechnen. 

Im Preis sind nicht enthalten:
Nicht aufgeführte Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder, Foto- bzw. Videogenehmigungen, Ausleih eines Audioguides, etwaige zusätzliche Besichtigungen / Eintritte. 

Zahlungsbedingungen: 
Bei Vertragsabschluss ist eine Anzahlung in Höhe von 25% des Reisepreises sofort fällig. Die Restzahlung ist 4 Wochen vor Antritt der Reise zu leisten. Stornierungsgebühren: bis zum 30. Tag vor Reiseantritt 25%, vom 29.-15. Tag vor Reiseantritt 40%, vom 14.-7. Tag vor Reiseantritt 60%, vom 6.-1. Tag vor Reiseantritt 85%, bei Nichtantritt der Reise 95%.

Der zwischen Veranstalter und Kunden geschlossene Reisevertrag kann durch den Veranstalter fristlos gekündigt werden, wenn der Reiseteilnehmer den Reiseablauf oder andere Reiseteilnehmer durch sein Verhalten erheblich stört, sich in den Besichtigungsobjekten unangemessen verhält und somit sein negatives Auftreten für den Reiseveranstalter nicht mehr zu vertreten ist.  Dem Veranstalter steht in diesem Falle der volle Reisepreis zu. Sofern die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird, kann der Reiseveranstalter erklären, dass die Reise nicht durchgeführt wird. Die geleisteten Zahlungen werden dann den Teilnehmern unverzüglich zurückerstattet.

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