Lagerbunker für Nuklearwaffen

In der Hochzeit des Kalten Krieges wurden quer durch die Länder Osteuropas 24 bauähnliche Lagerbunker für atomare Gefechtsköpfe von Boden-Boden-Raketen errichtet. Zahlreiche Länder schlossen sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges unter der Führung der Sowjetunion zum Militärbündnis der Warschauer Vertragsorganisation zusammen. Als Rückgrat der nuklearen Teilhabe der nationalen Streitkräfte wurden in der DDR an zwei Standorten, in Tschechien an drei, in Polen an drei, in Bulgarien an drei als auch in Ungarn an einem Standort Ende der 1960er-Jahre jeweils zwei Lagerbunker errichtet. Die Lagerkapazität dieser 12 Standorte liegt zusammengenommen bei ungefähr 1500 nuklearen Gefechtsköpfen, die Mehrheit davon war für den Einsatz durch die nationalen Landstreitkräfte vorgesehen. Ein Großteil dieser Liegenschaften befindet sich heute knapp 30 Jahre nach Ende des (ersten) Kalten Krieges in ruinösen Zustand. Lediglich ein Standort in Tschechien (Atom Muzeum Brdy) und einer in Polen (Muzeum Zimnej Wojny) werden museal nachgenutzt. Beide Einrichtungen befinden sich in einem perfekten Zustand. 

Lychen: Objekt 4001

GPS: 53°10'32.3"N 13°16'50.0"E 
Land: ehemalige DDR
Stadt: Lychen
Lagerbunker: verschlossen
Kasernenbereich: zurückgebaut und renaturiert
Hinweis: Informationstafel zur Geschichte in der Nähe der beiden Lagerbunker. 

Stolzenhain: Objekt 4000

GPS: 51°52'00.4"N 13°09'48.8"E
Land: ehemalige DDR
Stadt: Stolzenhain
Lagerbunker: verschlossen
Kasernenbereich: Bauhof eines Landwirtschaftsbetriebes
Hinweis: /

Fotos: Martin Kaule; Stefan Büttner

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